Wir fahren frueh am Morgen mit dem Bus in Savusavu ab. Das erste Viertel der Strecke ist noch geteert, danach ist es nur noch eine Schotterpiste. Wir fahren durch Doerfer und an einzelnen Haeusern vorbei, Kinder rennen ein paar Meter kreischend und lachend mit und ab und zu steigen Fahrgaeste aus oder ein. Manchmal oeffnet sich ein herrlicher Blick auf das Meer und manchmal ist der Dschungel zum greifen nahe. In Buca ist die Busfahrt zu Ende und wir steigen in eine Faehre um. Nun ja, Faehre ist sehr, sehr wohlwollend ausgedrueckt. Sie hat die Groesse eines kleinen Fischkutters und wir muessen uns etwas zusammendraengen, damit wir alle Platz haben. Die Ueberfahrt ist etwas schaukelig aber problemlos.
In Taveuni stehen an der Anlegestelle schon jede Menge Taxis parat. Ein Fahrer kommt sehr zielstrebig laechelnd auf uns zu. Wir wollen nach Matei, an die noerdliche Spitze von Taveuni. Der vom Taxifahrer vorgeschlagene Preis von 20 Fiji-Dollar kommt uns zu hoch vor. Wir willigen unter der Bedingung ein, dass er uns zu mehreren Resorts bringt, damit wir uns eines aussuchen koennen, weil wir nicht vorgebucht haben. Unterwegs muss der Fahrer tanken, was laenger dauert, da jemand die Tuere, wo das Diesel aufbewahrt wird, zugezogen hat - den Schluessel neben den Dieselkanistern. Wir fahren etwa 7 Resorts an und natuerlich verlangt er am Ende mit einem Laecheln 5 Dollar mehr, was wir, natuerlich mit einem Laecheln, unter Hinweis auf vorige Abmachung ablehnen. Spaeter erfahren wir, dass 15 Fiji-Dollar der normale Preis gewesen waere. Er kann also durchaus zufrieden sein.
Wir kommen fuer 70 Fiji-Dollar (ca. 45.- SFr.) pro Nacht in Bibi's Hideway unter. Eine schoene Anlage mit riesigem Garten und freistehenden Haeusern mit jeweils 1 bis 2 Schlafraeumen, Kueche, Wohnzimmer und Veranda. Im Garten wachsen Bananen, Papayas, Ananas und Mango. Der Besitzer meint, "all the fruits in the garden are for you lovely people". So wird man doch gerne begruesst.
Taveuni ist eine recht abgelegene Insel mit wenig Infrastruktur. Wenn man von Matei zum Hauptort will, faehrt nur 3 mal pro Tag ein Bus, nach Fiji-Zeit. D.h., wenn der Bus um 12:00 kommen sollte, sollte man mindestens eine halbe Stunde vorher an der Strasse stehen und damit rechnen, dass der Bus auch erst eine Stunde spaeter kommen koennte. Wenn man dann vom Hauptort wieder zurueckfahren will, kann es passieren, dass der Bus nicht zur angegebenen Zeit losfaehrt, sondern erst mit den Fahrgaesten in die Garage faehrt, wo er 30 - 45' lang repariert wird, weil die Bremsen nicht mehr gut funktionieren, der Gang nicht mehr rein geht oder irgendetwas knattert, wo nichts knattern sollte. Die anschliessende Probefahrt ist dann gratis.
In Matei selber gibt es einen groesseren und 2 kleinere Supermaerkte, zu denen man ca. 30' laufen muss. Mehrere Unterkuenfte aller Preisklassen, Restaurants und einen Dive-Shop. Einige Unterkuenfte werden von Weissen gefuehrt, die sich hier eine Existenz aufgebaut haben, dieses gerade versuchen oder gerade daran scheitern wie Johnny, ein Suedafrikaner, der den Dive-Shop leitet und meint, dass es sehr viel Geduld braucht, hier etwas aufzubauen, weil auf 3 Schritte vorwaerts oft 5 rueckwaerts folgen.
Der Strand ist schoen aber etwas klein und weder atemberaubend noch umwerfend. An unserem ersten Strandgang machen wir eine schoene "Entdeckung". Tausende Kilometer von zu Hause entfernt treffen wir auf einer eher unbedeutenden Insel irgendwo im Suedpazifik auf ein schweizer Paerchen mit zwei kleinen Kindern, das ebenfalls auf Weltreise unterwegs ist. Liebe(r) Aki, Valentin, Mathilda und Hanna, seid auf diesem Weg noch mals ganz herzlich gegruesst und viel Spass auf eurer weiteren Reise.
Leider regnet es viel auf Taveuni, so dass wir nur einen Teil dessen unternehmen, was wir vorhatten. Natuerlich gehen wir zum 180 Grad Meridian. Die internationale Datumslinie wuerde naemlich genau mitten durch Taveuni fuehren. Man hat aber die offizielle Datumslinie verschoben, damit Fiji nicht zwei verschiedene Daten hat. Wir unternehmen einen Ausflug in den "Bouma National Heritage Park" im Osten der Insel und erwandern uns die drei sehr schoenen "Tavoro" Wasserfaelle. Allerdings ist der Weg zum dritten Wasserfall deutlich schwieriger, als im Lonely Planet beschrieben. Es geht ueber Stock und Stein quer durch den Dschungel ueber kleine Fluesse und Abhaenge, wir koennen nur hintereinander laufen und an einigen Stellen muessen wir uns gegenseitig hochziehen oder stuetzen - ein kleines Abenteuer. Dafuer wird man mit 3 sehr schoenen Wasserfaellen belohnt, die zum Verweilen und Baden einladen. Wir kommen am fruehen Abend, als es bereits dunkel ist, wieder in unserer Unterkunft an. Es wird sehr schnell dunkel, ohne langen Uebergang durch die Daemmerung. Wie immer tummeln sich unzaehlige Froesche im Garten, die aber nicht wegspringen, wenn man naeher kommt. Timon findet sie ganz lustig und stupft sie irgendwo an, bis sie dann doch wegspringen, waehrend Medea mit einem lauten Gigs davonspringt. Wir muessen uns beeilen, da es nur von 18:00 bis 21:00 Strom und damit Licht gibt. Also, schnell duschen, kochen, essen, abwaschen und wenn die Zeit noch reicht, Tagebuch schreiben oder lesen. Nach 21:00 haben wir noch eine Oelfunzel, die etwas Licht spendet, einige Kerzen und unsere Taschenlampen.
An einem anderen Tag, wir wollen gerade die andere schweizer Familie besuchen, sehen wir ein Auto, das vielleicht 200 Meter von unserem Resort entfernt, im Strassengraben auf dem Kopf liegt. Ein Profil auf den Reifen koennte man vielleicht mit einer grossen Lupe erahnen. Wahrscheinlich hat der Fahrer auf der regennassen Fahrbahn die Kontrolle verloren. Er wurde bereits von einem Krankenwagen abgeholt. Wir erfahren, dass er Glueck im Unglueck hat. Er hat einen komplizierten Beinbruch. Am Tag nach dem Unfall wird er in die Hauptstadt Suva geflogen. Wenn der Mann arm waere, haette man ihm das Bein abgenommen, sogar in Suva. Der Mann wird schliesslich nach Australien geflogen, wo der komplizierte Bruch behandelt werden kann (was wir in unserer spaeteren Unterkunft in Suva erfahren). Man muss in Fiji wohl noch recht aufpassen, dass man noch ganz beieinander bleibt :-).
Am Strand schwimmen wir nicht allzu weit ins Wasser hinaus, nachdem wir gehoert haben, dass dieser Tage hier ein 12 Fuss langer Tigerhai gesehen wurde (immerhin ca. 4 Meter!), moeglicherweise ein traechtiges Tigerhaiweibchen. Chatrina hat an einem anderen Tag eine schwarz-weiss gestreifte Meeresschlange gesehen. Laedt auch nicht gerade zum Baden ein.
So gehen die Tage dahin. Eigentlich hatten wir vor, von Taveuni wieder nach Suva zu fliegen. Am kleinen Airport gibt es zwei kleine Schalter der nationalen Fluglinien Air Fiji und Sun Air. Da bei Sun Air schon jemand ansteht gehen wir zum Air Fiji Schalter. Die freundliche Dame gibt uns zu verstehen, dass wir besser am Sun Air Schalter anstehen sollen. Da an diesem noch jemand bedient wird kommen wir mit anderen Fluggaesten ins Gespraech, die auf ihren Abflug warten. Wir erfahren, dass Air Fiji wohl konkurs geht. Die Maschinen starten nicht, weil kein Geld mehr fuer's Tanken vorhanden ist. Anscheinend mussten die Angestellten auch schon eine Gehaltskuerzung hinnehmen. Nun ja, vor ein paar Tagen erst sind wir ja noch mit Air Fiji von Suva nach Labasa geflogen. Da haben wir wohl Glueck gehabt, dass wir noch fliegen konnten. Das Personal am Sun Air Schalter wirkt etwas ueberfordert. Da nun die Nachfrage das Angebot uebersteigt, schiessen die Preise in die Hoehe und nicht jeder Passagier ist wichtig. Wir sind jetzt am Schalter und koennten fuer mehr als 700 Fiji-Dollar die kurze Strecke nach Suva fliegen. Auf alle unsere Nachfragen nach guenstigeren Fluegen muss die Angestellte telefonieren. Jede zusaetzliche Frage erfordert ein erneutes Telefonat. Dabei muessen wir Fragen beantworten wie z.B., ob die Kinder beides Jungs oder Maedchen sind (die Kinder haben wir im Resort gelassen). Fuer einen guenstigeren Flug muessten wir schon am naechsten Tag fliegen. Ansonsten sind die Fluege - auch die teuren - bis auf wenige Tage bis weit in den September ausgebucht. Wir entscheiden uns fuer die Schifffahrt. Aber - genau, das laesst sich nur im Hauptort erledigen und der Bus ist schon weg. Am naechsten Tag fahre ich in den Hauptort und buche eine Schifffahrt auf einer grossen Faehre nach Suva. Die Frau am Schalter offeriert mir nur die Economieclass (recht guenstig) und die First Class (recht teuer). Meinen Wunsch, dass ich gerne eine Kabine haette, ueberhoert sie freundlich laechelnd. Ich weiss aber, dass es auch Kabinen gibt. Da staendig jemand anruft und sie die einzige Angestellte ist, habe ich Gelegenheit, mir die Unterlagen genauer anzuschauen. Und siehe da, es gibt auch Kabinen, auch solche, die fuer 2 Erwachsene mit 2 Kindern ausgewiesen sind. Zwar auch nicht ganz billig (etwas um 300 Fiji-Dollar) aber in der First Class haetten wir deutlich mehr bezahlt. Gebucht ist der Samstag. Drei Tage vorher entsteht etwas Verwirrung, da wir durch Zufall erfahren, dass die Faehre den normalen Fahrplan nicht einhalten kann. Sie musste einen Tag laenger in Suva bleiben, was den Fahrplan durcheinander bringt. Statt am Samstag faehrt die Faehre nun am Freitag in Taveuni ab, ist am Samstag in Suva und am Sonntag wieder in Taveuni. Da uns nicht mehr allzu viel auf der Insel haelt und fuer Samstag / Sonntag schlechtes Wetter mit viel Regen und einem unruhigen Meer vorhergesagt wird, entscheiden wir uns, schon am Freitag abzureisen.
An der Faehre treffen wir Leute wieder, die wir im Verlauf der Woche mal getroffen haben. Jetzt ist das Wiedersehen lustig und es werden Informationen und weitere Reiseabsichten ausgetauscht. Es hat eigentlich nicht sehr viele Fahrgaeste, die an der Faehre anstehen. Trotzdem wirkt das Personal viel beschaeftigt. Listen werden durchgeblaettert und miteinander verglichen, es wird viel Palavert, dann geht lange nichts, bis ein Angestellter aus irgendeinem Buero weitere Unterlagen, 2 Stempel und ein Stempelkissen bringt. Die Stempel haben sicher gehofft es gehe noch bis Samstag, bis sie wieder auf ein Stueck Papier gedrueckt werden. Als wir dann "unsere" Kabine sehen, sind wir angenehm ueberrascht. Wir haben eine Kabine mit einem "King-Size-Bed", ein kleines Zimmer mit Couch und 2 Stuehlen und ein eigenes WC mit Dusche. Wenn wir ins Freie raus gehen, haben wir eine Veranda bis zur Reeling ganz fuer uns alleine. Irgendwann laeutet das Telefon in unserer Kabine und eine freundliche Stimme fragt uns, welches von 3 Menues uns auf die Kabine serviert werden darf. Dabei erfahren wir, dass morgen frueh das Fruehstueck ebenfalls inbegriffen ist. Na prima, da fuehlt man sich doch gleich wie King Kaese. Es ist schon spaet, jetzt geht es ab ins King Size Bed.
Sonntag, 14. September 2008
Samstag, 13. September 2008
19.8. - 21.8. 2008 Labasa - Savusavu
Am Morgen verpassen wir den Bus nach Savusavu um eine halbe Stunde. Wir haben gestern etwa 5 verschiedene Leute gefragt, wann der Bus faerhrt und - genau, 5 verschiedene Antworten erhalten. Wir haben uns fuer eine mittlere Zeit entschieden und lagen damit eine halbe Stunde daneben. Nun ja, es gibt Angenehmeres aber eben auch Schlimmeres, als 2 Stunden in der Hitze auf den naechsten Bus zu warten. Wie gestern bereits faellt uns auf, dass wir die einzigen Weissen im Ort sind. Viele Touristen verschlaegt es wohl nicht hier her. Labasa selber ist sehr indisch gepraegt; von indischen Einwanderern, die frueher fuer die Feld- und Plantagenarbeit nach Fiji kamen bzw. verschifft wurden. Am Busbahnhof werden wir von vielen freundlich angesprochen. Wo wir denn herkommen; "we are from Switzerland"; "oh from Sweden, a wonderful country",... ok, die Schweiz ist nun mal wirklich nicht so gross, dass es jeder kennt. Ansonsten werden die ueblichen Fragen gestellt: wie uns Fiji gefaellt, was wir arbeiten, wo wir uebernachten usw. Nur die Reihenfolge der Fragen aendert sich, je nach Situation, in der wir uns mit den einheimischen befinden. Wenn es um Geld geht, wird zu erst danach gefragt, wo wir herkommen und wo wir uebernachten. Damit wird die Hoehe eines Preises abgeschaetzt, der von uns, z.B. fuer eine Ware, verlangt werden kann.
Was auch auffaellt ist, dass der Umweltschutz hier sehr klein geschrieben wird. Waehrend wir auf "unseren" Bus warten, kommen immer wieder andere Busse, werden be- oder entladen, Reifen werden gewechselt oder wieder fest angezogen und die Busse fahren wieder weiter. Dabei wird der Motor nie abgestellt.
Was auch auffaellt ist, dass der Umweltschutz hier sehr klein geschrieben wird. Waehrend wir auf "unseren" Bus warten, kommen immer wieder andere Busse, werden be- oder entladen, Reifen werden gewechselt oder wieder fest angezogen und die Busse fahren wieder weiter. Dabei wird der Motor nie abgestellt.
Waehrend einer solchen Prozedur bleiben mehrere Maenner genau in der Abgaswolke eines Busses stehen und unterhalten sich dort minutenlang. Wuerde mir nicht einfallen. So, da kommt ja endlich unser Bus. Es entsteht Bewegung, wird aber nie wirklich hektisch. Es ist uebrigens ein Full airconditioned Bus (will heissen, es hat keine Fensterscheiben, alles ist offen). So fahren wir die naechsten 3 Stunden quer durch die Insel nach Savusavu.
In Savusavu gehen wir ins Hidden Paradise, eine einfache Backpacker Unterknft. Nach ein bisschen reden und verhandeln bekommen wir das 6-Bettdorm zum Preis von 4 Betten, das Fruehstueck ist inclusive. Savusavu ist ein Yachthafen, besteht aus einer Hauptstrasse, links und rechts ein paar Geschaefte, ein Markt, 2 Banken und wie ueberall in Fiji jede Menge Kirchen: eine katholische, eine Methodistenkirche und unzaehlige andere. Man kann es positiv ausdruecken, dass die Menschen sehr glaeubig sind oder etwas wertender, dass die Kirchen die Menschen sehr beeinflussen.
In Savusavu gehen wir ins Hidden Paradise, eine einfache Backpacker Unterknft. Nach ein bisschen reden und verhandeln bekommen wir das 6-Bettdorm zum Preis von 4 Betten, das Fruehstueck ist inclusive. Savusavu ist ein Yachthafen, besteht aus einer Hauptstrasse, links und rechts ein paar Geschaefte, ein Markt, 2 Banken und wie ueberall in Fiji jede Menge Kirchen: eine katholische, eine Methodistenkirche und unzaehlige andere. Man kann es positiv ausdruecken, dass die Menschen sehr glaeubig sind oder etwas wertender, dass die Kirchen die Menschen sehr beeinflussen.
In unserer Unterkunft uebernachten auch Einheimische, die einige Zeit im Ort arbeiten und dann wieder in ihre Stadt zurueckkehren. Das Zimmer von Eli ist meist offen, auf dem Kopfkissen liegt eine aufgeschlagene Bibel. Nach einem kurzen Gespraech - wo kommt ihr her, gefaellt euch Fiji, wo wart ihr schon in Fiji, wie lange bleibt ihr noch ... - nennt sie uns Brother und Sister: "Brother I work in the office of ..." oder "Sister how are you today...".
Am Abend hoeren wir von dem Restaurant im Yachthafen aus, wo wir essen, - mmh, herrliches Chicken Curry - Ghospelmusik. Also gehen wir dorthin, wo die Musik herkommt. Leider kommen wir gerade, als die Musik aufhoert und ein Priester laut ins Mikrophon rufend seine Predigt haelt. Das meiste ist auf fijianisch, nur wenig auf englisch. Ausliegenden Blaettern entnehmen wir, dass gerade eine Art Kirchenwoche ist mit Musik und Predigten. Es sind viele Leute da und alle haben Sonntagskleider an. Es wird gelacht, mitgesungen und -getanzt. Die Stimmung ist ausgelassen. Die von Musik unterbrochenen Predigten beginnen meist in normaler Lautstaerke gesprochen und werden dann immer wie lauter, bis der Priester ins Mikrophon bruellt und die Stimme sich durch die Lautsprecher ueberschlaegt. Nach jedem 2. Satz werden die Zuhoerer zu einem bestaedigenden " Ja, ja" oder "Nein, Nein" aufgefordert, was der Priester jeweils mit einem gesungenen "Halleluja" und einem "Amen" beendet. Alles sehr verfuehrerisch. Jemand setzt sich zu mir:"Ob ich auch auf Alkohol verzichte? und "ob mir die Predigt gefaellt?" Da jetzt ein zweiter Priester nicht minder laut eine Predigt haelt, kommt kein laengeres Gespraech zustande, sonst muesste ich ihm beichten, dass ich hier einfach ein Musikkonzert erwartet habe, bei dem ich gemuetlich ein Bierchen trinken kann. Nach einiger Zeit gehen wir - ein Bier trinken.
Am Abend hoeren wir von dem Restaurant im Yachthafen aus, wo wir essen, - mmh, herrliches Chicken Curry - Ghospelmusik. Also gehen wir dorthin, wo die Musik herkommt. Leider kommen wir gerade, als die Musik aufhoert und ein Priester laut ins Mikrophon rufend seine Predigt haelt. Das meiste ist auf fijianisch, nur wenig auf englisch. Ausliegenden Blaettern entnehmen wir, dass gerade eine Art Kirchenwoche ist mit Musik und Predigten. Es sind viele Leute da und alle haben Sonntagskleider an. Es wird gelacht, mitgesungen und -getanzt. Die Stimmung ist ausgelassen. Die von Musik unterbrochenen Predigten beginnen meist in normaler Lautstaerke gesprochen und werden dann immer wie lauter, bis der Priester ins Mikrophon bruellt und die Stimme sich durch die Lautsprecher ueberschlaegt. Nach jedem 2. Satz werden die Zuhoerer zu einem bestaedigenden " Ja, ja" oder "Nein, Nein" aufgefordert, was der Priester jeweils mit einem gesungenen "Halleluja" und einem "Amen" beendet. Alles sehr verfuehrerisch. Jemand setzt sich zu mir:"Ob ich auch auf Alkohol verzichte? und "ob mir die Predigt gefaellt?" Da jetzt ein zweiter Priester nicht minder laut eine Predigt haelt, kommt kein laengeres Gespraech zustande, sonst muesste ich ihm beichten, dass ich hier einfach ein Musikkonzert erwartet habe, bei dem ich gemuetlich ein Bierchen trinken kann. Nach einiger Zeit gehen wir - ein Bier trinken.
Am naechsten Tag treffen wir auf Jeff, einen Neuseelaender, der mehrere Monate im Jahr hier in Savusavu verbringt und den Rest in seiner Heimat. Er laedt uns ein, den Nachmittag bei ihm zu verbringen, etwas ausserhalb der Stadt. Auf einer kleinen Dschungeltour, die gleich hinter dem Haus beginnt, zeigt er uns verschiedene Pflanzen: Vanille, Passionsfrucht, Kakao, Kokosnuesse natuerlich und Pflanzen, die wir ja nicht beruehren sollen, weil sie hoellisch brennen. Er wohnt zur Zeit im Haus eines Kollegen und baut fuer sich und seine Frau 3 Km weiter ein eigenes Haus, neben dem seines Vaters. Sein Cousin ist auch ein paar Monate hier und lebt ansonsten in Australien.
Da es recht viel regnet verlassen wir schon bald Savusavu und fahren zur benachbarten Insel Taveuni, die uns als ausgesprochen schoene Insel beschrieben wird.
Montag, 1. September 2008
18./19.8. 2008 Suva - Labasa
Der Flughafen von Suva ist sehr klein. Vom nationalen zum internationalen Schalter sind es nur wenige Meter. Bei der Gepaeckabgabe werden alle Gepaeckstuecke gewogen, und auch das Handgepaeck muessen wir abgeben. Im Flugzeug habe es zu wenig Platz. OK, denken wir, scheint wohl nicht so gross zu sein, der Flieger. Lustig wirds, als der Mann am Schalter uns klar macht, dass wir selber auch auf die Waage sollen und er sich das Gewicht neben jeden Passagier notiert. Oh wird sicher lustig. Das kann wohl kein Jumbo mehr sein. Als wir auf das Rollfeld schauen, stehen dort drei Flugzeuge. Ein kleines, ein ziemlich kleines und ein wirklich kleines Propellerflugzeug. Wir schliessen Wetten ab, welches wohl unseres ist. Wir fliegen mit dem mittleren Propellerflugzeug mit etwa 14 Sitzplaetzen. Der Flug ist laut aber lustig und interessant. Man sieht das Meer, einige Inseln, Straende... sehr schoen.
In Labasa bleiben wir nur einen Tag. Die Rugbyspiele verfolgen uns. Alle Unterkuenfte sind entweder ausgebucht oder haben nur fuer eine Nacht ein Zimmer frei. Wir gehen ins Grand Eastern Hotel. Leider haelt der Name nicht, was er verspricht. Ein recht schaebiges Zimmer mit einem Doppelbett und einer Couch, die zu einem dritten Bett umgebaut werden kann, fuer 85 Fiji-Doller (ca. 65 SFr). Ein zusaetzliches Bett kostet weitere 25 Fiji-Dollar. Die Unterkuenfte in Fiji sind ganz grundsaetzlich nicht billig, was in einem etwas krassen Gegensatz zu den Kosten fuer Busfahren oder Frischwaren auf dem Markt steht. Schoen an Labasa ist das Treffen mit einem indischen Taxifahrer (ist diesmal nicht ironisch gemeint). Wir wollen uns den sog. "Cobra-Rock" anschauen, der in einem indischen Tempel steht. Wir winken am Rand der einzigen Hauptstrasse von Labasa nach einem Taxi und es grinst uns ein freundliches, indisches Gesicht an. Der Taxifahrer faehrt uns zum indischen Tempel mit besagtem Cobra-Rock. Unterwegs erklaert er uns eine Unmenge, was hinter welchem Huegel liegt, wo er herkommt welche Strasse in welche Richtung fuehrt usw. Im indischen Tempel wird aus ihm ein Femdenfuehrer, der uns die einzelnen, abgebildeten Goetter erklaert, dass auf jeder von mehr als 100 Stufen ein Gebetsspruch aufgesagt werden muss und natuerlich, was es mit dem Cobra-Rock auf sich hat. Der Felsen sieht auch wirklich aus wie der Kopf einer Kobra und ein Hindugott wird oft zusammen mit mehreren Kobras abgebildet. Deshalb wird der Felsen auch sehr verehrt. Ausserdem habe es in Fiji wegen dieses Cobra-Rocks keine giftigen Schlangen.
Nach dem Besuch des Hindutempels wird aus dem Taxifahrer und Fremdenfuehrer ein Privatmensch. Er laedt uns zu seinem Onkel ein, der in der Naehe wohnt und der mit seiner Frau die Kinder des schon verstorbenen Sohnes aufzieht. Wir bekommen jedes eine frische Kokosnuss (direkt vom Baum geholt) zum trinken und vom Feld Zuckerrohr, dessen Inneres vor suessem Saft tropft, wenn man darauf herumkaut - mmh, lecker.
In Labasa bleiben wir nur einen Tag. Die Rugbyspiele verfolgen uns. Alle Unterkuenfte sind entweder ausgebucht oder haben nur fuer eine Nacht ein Zimmer frei. Wir gehen ins Grand Eastern Hotel. Leider haelt der Name nicht, was er verspricht. Ein recht schaebiges Zimmer mit einem Doppelbett und einer Couch, die zu einem dritten Bett umgebaut werden kann, fuer 85 Fiji-Doller (ca. 65 SFr). Ein zusaetzliches Bett kostet weitere 25 Fiji-Dollar. Die Unterkuenfte in Fiji sind ganz grundsaetzlich nicht billig, was in einem etwas krassen Gegensatz zu den Kosten fuer Busfahren oder Frischwaren auf dem Markt steht. Schoen an Labasa ist das Treffen mit einem indischen Taxifahrer (ist diesmal nicht ironisch gemeint). Wir wollen uns den sog. "Cobra-Rock" anschauen, der in einem indischen Tempel steht. Wir winken am Rand der einzigen Hauptstrasse von Labasa nach einem Taxi und es grinst uns ein freundliches, indisches Gesicht an. Der Taxifahrer faehrt uns zum indischen Tempel mit besagtem Cobra-Rock. Unterwegs erklaert er uns eine Unmenge, was hinter welchem Huegel liegt, wo er herkommt welche Strasse in welche Richtung fuehrt usw. Im indischen Tempel wird aus ihm ein Femdenfuehrer, der uns die einzelnen, abgebildeten Goetter erklaert, dass auf jeder von mehr als 100 Stufen ein Gebetsspruch aufgesagt werden muss und natuerlich, was es mit dem Cobra-Rock auf sich hat. Der Felsen sieht auch wirklich aus wie der Kopf einer Kobra und ein Hindugott wird oft zusammen mit mehreren Kobras abgebildet. Deshalb wird der Felsen auch sehr verehrt. Ausserdem habe es in Fiji wegen dieses Cobra-Rocks keine giftigen Schlangen.
Nach dem Besuch des Hindutempels wird aus dem Taxifahrer und Fremdenfuehrer ein Privatmensch. Er laedt uns zu seinem Onkel ein, der in der Naehe wohnt und der mit seiner Frau die Kinder des schon verstorbenen Sohnes aufzieht. Wir bekommen jedes eine frische Kokosnuss (direkt vom Baum geholt) zum trinken und vom Feld Zuckerrohr, dessen Inneres vor suessem Saft tropft, wenn man darauf herumkaut - mmh, lecker.
14.8.-18.8. Suva
Wir fahren etwa 2 Stunden mit einem Semiexpressbus von Namatakula Village nach Suva. Diese Busse sind recht modern, meist mit Klimaanlage und es laeuft ein Video - oft ein furchtbarer Schwachsinn. In Suva angekommen haben wir etwas Pech, da die Unterkunft, die wir vor 3 Tagen angemailt haben und die uns ein freies Zimmer zugesagt hat, nun doch kein Zimmer mehr frei hat. Ein Rugby-Team hat sich kurzfristig angemeldet und alle Zimmer belegt. Keine schoene Nachricht, wenn man reichlich verschwitzt irgendwo ankommt und auf eine baldige Dusche hofft. Nun, wir haben schnell ein paar Meter weiter eine andere gute Unterkunft gefunden.
Suva selber hat nicht so furchtbar viel zu bieten. Eine groessere Stadt, in der viel los ist. Man kommt per Schiff oder Flugzeug sehr gut in andere Gegenden von Fiji. Genau das , was wir wollen. Leider regnet es viel, so dass wir nicht mal den Ausflug in einen nahe gelegenen Park - den Colo-I-Suva - Forest-Park - unternehmen koennen. Wir organisieren uns einen Flug mit Air Fiji von Suva nach Labasa, auf die zweitgroesste Insel Vanua Levu.
Suva selber hat nicht so furchtbar viel zu bieten. Eine groessere Stadt, in der viel los ist. Man kommt per Schiff oder Flugzeug sehr gut in andere Gegenden von Fiji. Genau das , was wir wollen. Leider regnet es viel, so dass wir nicht mal den Ausflug in einen nahe gelegenen Park - den Colo-I-Suva - Forest-Park - unternehmen koennen. Wir organisieren uns einen Flug mit Air Fiji von Suva nach Labasa, auf die zweitgroesste Insel Vanua Levu.
Mittwoch, 20. August 2008
8.8.08 - 14.8.08 Namatakula Village / Coral Coast
Eigentlich wollten wir von Nadi aus zum Beachouse an der Coral Coast im Sueden der Hauptinsel Viti Levu. Leider sind sowohl das Beachouse, als auch andere Unterkuenfte, die wir angerufen haben, ausgebucht. Laut unseres Reisefuehrers gibt es noch die Moeglichkeit, bei einer Familie in einem Dorf in einem Homestay unterzukommen. Chatrina kann noch am Telephon den Preis etwas druecken und wir sagen fuer 6 Naechte zu. Nach ca. 2 Stunden Fahrt mit einem Semiexpressbus ab Nadi werden wir irgendwo in einem kleinen Dorf an der Coral Coast namens Namatakula Village, rausgelassen. Wir sind die einzigen, die aussteigen. OK, denke ich, jetzt beginnt Fijilife. Ein Dorfbewohner fuehrt uns zum Homestay, wo wir freundlich begruesst werden. Die Unterkunft ist sehr einfach. Wir leben unter einem Dach mit einer Grossfamilie, bei der drei Generationen zusammenleben. Die Erfahrung, die wir dabei machen (duerfen) ist grossartig. Medea und Timon spielen schon bald mit den 1 und 3 jaehrigen Kindern des Hauses. Wir unterhalten uns meistens mit den aeltesten, Simon und Judith, die das Homestay in der Hauptsache leiten und mit Rosa, die fantastische, fijianische Gerichte zubereitet.
Der Familienzusammenhalt hier ist sehr wichtig, es werden aber auch Aussenstehende aufgenommen wie Joe, der eines Tages beim Homestay auftauchte und seither hier lebt und mitarbeitet. Arbeit gibt es im Dorf nicht viel, dafuer ist es einfach, Land zu bekommen oder zu bebauen. Simon gehoert hier viel Land. Wenn nun jemand ein Haus bauen will, muss er sich bei ihm melden. Simon entscheidet dann, ob er ihm das Land gibt oder nicht. Bei einem Spaziergang durch das Dorf sieht man schon viele sehr, sehr einfache Unterkuenfte, Bretterverschlaege und Wellblechunterkuenfte.
Durch die vielen Gespraeche erfahren wir so vieles ueber das Leben in einem einfachen Dorf in Fiji, abseits der Inseln, die wir als das Paradies bezeichnen. Wir gehen auch immer wieder an den Strand, allerdings nicht an den vom Dorf, sondern vom naechsten Resort. Die Fijianer selber gehen angezogen ins Wasser, wenn sie ins Meer gehen. Aus Respekt haben wir uns ueberlegt, etwas weiter zu gehen und haben so das naechste Resort entdeckt. Hier gibt es auch richtigen Kaffee, mmh, Chatrina ist dann wieder gluecklich. Die Straende hier an der Coral Coast sind nicht so spektakulaer, wie auf Nacula. Aber eben, das Paradies kann ja nicht ueberall sein.
Wir unternehmen auch Ausfluege. Einmal fahren wir mit einem Local Bus nach Sighatoka, um die bekannten Sandduenen zu sehen und einen Tierpark (Kula Eco Park) zu besuchen. Zunaechst einmal muessen wir aber lebend ankommen. Durch den indischstaemmigen Busfahrer bekommen wir einen Vorgeschmack auf den "indian style of driving", der v.a. darin besteht, moeglichst wenig zu bremsen und moeglichst viel Gas zu geben. Zum Glueck geht es immer wieder mal bergauf. Leider folgt ja oft auf einen Anstieg der Abstieg :-) - also geht es mit viel Krach und Geschaepper und eben wenig bremsen wieder nach unten. Medea und Timon rufen" jippieh, wie auf der Achterbahn". Nun ja, Chatrina und mir ist weniger wohl. Der Schriftzug im Innern des Busses - in emergency push windows out - wirkt genauso wenig beruhigend, wie die vielen mit Blumen geschmueckten Kreuze am Strassenrand. Wir kommen trotz allem gut an. Gott Ganesh, dessen Abbildung ueber dem Busfahrer festgemacht ist, ist mir schon jetzt sympathisch.
Im Kula Eco Park koennen wir eine Schlange und verschiedene Leguane in die Haende nehmen. Ansonsten hat es viele groessere und kleinere Kaefige mit verschiedenen Voegeln darin. Sicherlich ein Leckerbissen fuer Vogelliebhaber und -kenner.
Bei den Sandduenen, die uebrigens unter UNESCO Weltkulturerbe stehen, kommen wir leider erst am NM an, sodass es uns nur noch fuer den kuerzeren, einstuendigen rail reicht. Der Wind pfeift ueber die Duenen und peitscht Sandkoerner ueber Beine und Kopf.
Anmerkung: Die naechsten Zeilen hat Medea geschrieben:
Am Abreisetag waren wir schon bereit zu gehen, da hoerten wir Gelaechter im Garten. Wir gingen hinaus und schauten, was denn da los ist. Da sahen wir doch wirklich ein aufgeschlitztes Schwein und darum herum standen ein paar Maenner. Einer nahm die Leber heraus, ein anderer den Darm und so ging es weiter. Einer bot Mama das Herz an, doch die lehnte es freundlich aber bestimmt ab. Aber der Hoehepunkt kommt erst noch. Achtung er kommt. Da schnitten doch oder besser hackten die Maenner die Beine des Schweins ab und fuellten den Bauch mit Palmblaettern und gluehenden Steinen. Das Schwein wurde fuer ein Festessen am Abend vorbereitet.
Der Familienzusammenhalt hier ist sehr wichtig, es werden aber auch Aussenstehende aufgenommen wie Joe, der eines Tages beim Homestay auftauchte und seither hier lebt und mitarbeitet. Arbeit gibt es im Dorf nicht viel, dafuer ist es einfach, Land zu bekommen oder zu bebauen. Simon gehoert hier viel Land. Wenn nun jemand ein Haus bauen will, muss er sich bei ihm melden. Simon entscheidet dann, ob er ihm das Land gibt oder nicht. Bei einem Spaziergang durch das Dorf sieht man schon viele sehr, sehr einfache Unterkuenfte, Bretterverschlaege und Wellblechunterkuenfte.
Durch die vielen Gespraeche erfahren wir so vieles ueber das Leben in einem einfachen Dorf in Fiji, abseits der Inseln, die wir als das Paradies bezeichnen. Wir gehen auch immer wieder an den Strand, allerdings nicht an den vom Dorf, sondern vom naechsten Resort. Die Fijianer selber gehen angezogen ins Wasser, wenn sie ins Meer gehen. Aus Respekt haben wir uns ueberlegt, etwas weiter zu gehen und haben so das naechste Resort entdeckt. Hier gibt es auch richtigen Kaffee, mmh, Chatrina ist dann wieder gluecklich. Die Straende hier an der Coral Coast sind nicht so spektakulaer, wie auf Nacula. Aber eben, das Paradies kann ja nicht ueberall sein.
Wir unternehmen auch Ausfluege. Einmal fahren wir mit einem Local Bus nach Sighatoka, um die bekannten Sandduenen zu sehen und einen Tierpark (Kula Eco Park) zu besuchen. Zunaechst einmal muessen wir aber lebend ankommen. Durch den indischstaemmigen Busfahrer bekommen wir einen Vorgeschmack auf den "indian style of driving", der v.a. darin besteht, moeglichst wenig zu bremsen und moeglichst viel Gas zu geben. Zum Glueck geht es immer wieder mal bergauf. Leider folgt ja oft auf einen Anstieg der Abstieg :-) - also geht es mit viel Krach und Geschaepper und eben wenig bremsen wieder nach unten. Medea und Timon rufen" jippieh, wie auf der Achterbahn". Nun ja, Chatrina und mir ist weniger wohl. Der Schriftzug im Innern des Busses - in emergency push windows out - wirkt genauso wenig beruhigend, wie die vielen mit Blumen geschmueckten Kreuze am Strassenrand. Wir kommen trotz allem gut an. Gott Ganesh, dessen Abbildung ueber dem Busfahrer festgemacht ist, ist mir schon jetzt sympathisch.
Im Kula Eco Park koennen wir eine Schlange und verschiedene Leguane in die Haende nehmen. Ansonsten hat es viele groessere und kleinere Kaefige mit verschiedenen Voegeln darin. Sicherlich ein Leckerbissen fuer Vogelliebhaber und -kenner.
Bei den Sandduenen, die uebrigens unter UNESCO Weltkulturerbe stehen, kommen wir leider erst am NM an, sodass es uns nur noch fuer den kuerzeren, einstuendigen rail reicht. Der Wind pfeift ueber die Duenen und peitscht Sandkoerner ueber Beine und Kopf.
Anmerkung: Die naechsten Zeilen hat Medea geschrieben:
Am Abreisetag waren wir schon bereit zu gehen, da hoerten wir Gelaechter im Garten. Wir gingen hinaus und schauten, was denn da los ist. Da sahen wir doch wirklich ein aufgeschlitztes Schwein und darum herum standen ein paar Maenner. Einer nahm die Leber heraus, ein anderer den Darm und so ging es weiter. Einer bot Mama das Herz an, doch die lehnte es freundlich aber bestimmt ab. Aber der Hoehepunkt kommt erst noch. Achtung er kommt. Da schnitten doch oder besser hackten die Maenner die Beine des Schweins ab und fuellten den Bauch mit Palmblaettern und gluehenden Steinen. Das Schwein wurde fuer ein Festessen am Abend vorbereitet.
Samstag, 16. August 2008
5.8. - 8.8. 08 Nadi
Am Mittag holt uns das Schiff von Yasawa Flyer ab. Adieu Paradies. Wir fahren nach Nadi, um die Weiterreise zu organisieren. Ausserdem wollen wir zum Buero von Air Pacific, um die durch den gestrichenen Flug entstandenen Unkosten einzufordern.
Im Buero von Air Pacific laeuft alles sehr umstaendlich. Wir sollen alle Zettel in ein Couvert stecken und zum Hauptbuero von Air Pacific schicken. Nein, man koenne dort nicht persoenlich vorbei, da das Hauptbuero hinter dem Checkin in einer Sicherheitszone ist. Nein, ein Couvert habe man uns auch nicht. Nun ja, soviel zum Service. wir machen also, wie geheissen und denken, da kommt sicher nichts mehr zurueck. Da es wenig Sinn macht, dass wir unsere Adresse hinterlassen, schreiben wir unsere E-Mail dazu. Also, we will see.
Am naechsten Tag unternehmen wir einen Ausflug nach Lautoka, ca. 25 Km noerdlich von Nadi. Wir wollen dort einen Sikh-Tempel besuchen und die Stadt etwas anschauen. Zum richtigen Zeitpunkt stehen wir vor dem Sikh-Tempel. wir stehen etwas unschluessig vor dem Eingang, da nirgends etwas steht, ob Besucher willkommen sind. Schliesslich bittet uns ein aelterer Mann mit gelbem Turban und einem langen, weissen Bart herein. Wir sollen Haende und Fuesse waschen und unsere Koepfe mit einem farbigen Tuch bedecken. Rechts vorne sitzen 2 Maenner, links 3 Frauen in dehr schoenen gruenen, orangenen und tuerkisfarbenen Saris. Wir sollen vor dem Altar verbaeugen und duerfen dann, getrennt, zu den Maennern und Frauen sitzen. Eine der Frauen ist die Wortfuehrerin und spricht mit dem Vorbeter? (Prayer). Dieser macht sich ein paar Notizen und beginnt, mit dem Zettel in den zusammengefalteten Haenden, zu beten. Das Gebet wird teils singend, teils sprechend vorgetragen. Manchmal muessen wir alle aufstehen und uns verbaeugen, dann koennen wir uns setzen. Zwischendurch erklaren uns die Maenner und Frauen, worum es geht. Es geht um ein Paar, das in den USA geheiratet hat und sich jetzt hier noch den Segen holt. Zum Schluss verteilt der Prayer eine Masse aus Mehl, Butter und Zucker jedem in die Hand, die dann gegessen wird. wir sind angenehm erstaunt ueber die Offenheit, dass wir dieser Prozession beiwohnen durften.
Lautoka selber hat nicht so sehr viel zu bieten. Wir gehen Pizza essen (lecker nach so viel Paradies) und fahren zurueck ins laute und quirlige Nadi.
Im Buero von Air Pacific laeuft alles sehr umstaendlich. Wir sollen alle Zettel in ein Couvert stecken und zum Hauptbuero von Air Pacific schicken. Nein, man koenne dort nicht persoenlich vorbei, da das Hauptbuero hinter dem Checkin in einer Sicherheitszone ist. Nein, ein Couvert habe man uns auch nicht. Nun ja, soviel zum Service. wir machen also, wie geheissen und denken, da kommt sicher nichts mehr zurueck. Da es wenig Sinn macht, dass wir unsere Adresse hinterlassen, schreiben wir unsere E-Mail dazu. Also, we will see.
Am naechsten Tag unternehmen wir einen Ausflug nach Lautoka, ca. 25 Km noerdlich von Nadi. Wir wollen dort einen Sikh-Tempel besuchen und die Stadt etwas anschauen. Zum richtigen Zeitpunkt stehen wir vor dem Sikh-Tempel. wir stehen etwas unschluessig vor dem Eingang, da nirgends etwas steht, ob Besucher willkommen sind. Schliesslich bittet uns ein aelterer Mann mit gelbem Turban und einem langen, weissen Bart herein. Wir sollen Haende und Fuesse waschen und unsere Koepfe mit einem farbigen Tuch bedecken. Rechts vorne sitzen 2 Maenner, links 3 Frauen in dehr schoenen gruenen, orangenen und tuerkisfarbenen Saris. Wir sollen vor dem Altar verbaeugen und duerfen dann, getrennt, zu den Maennern und Frauen sitzen. Eine der Frauen ist die Wortfuehrerin und spricht mit dem Vorbeter? (Prayer). Dieser macht sich ein paar Notizen und beginnt, mit dem Zettel in den zusammengefalteten Haenden, zu beten. Das Gebet wird teils singend, teils sprechend vorgetragen. Manchmal muessen wir alle aufstehen und uns verbaeugen, dann koennen wir uns setzen. Zwischendurch erklaren uns die Maenner und Frauen, worum es geht. Es geht um ein Paar, das in den USA geheiratet hat und sich jetzt hier noch den Segen holt. Zum Schluss verteilt der Prayer eine Masse aus Mehl, Butter und Zucker jedem in die Hand, die dann gegessen wird. wir sind angenehm erstaunt ueber die Offenheit, dass wir dieser Prozession beiwohnen durften.
Lautoka selber hat nicht so sehr viel zu bieten. Wir gehen Pizza essen (lecker nach so viel Paradies) und fahren zurueck ins laute und quirlige Nadi.
Sonntag, 10. August 2008
Immernoch Nacula
Unsere Huette liegt direkt am Strand, nur von ein paar Baeumen und einer Haengematte vom weissen Strand und vom tuerkisblauen Meer getrennt. Das Korallenriff ist herrlich zum Schnorcheln, man sieht viele bunte Fische. Die Fijianer/innen sind sehr freundlich, von ueberall her ertoent ein Bula, was soviel wie Hallo heisst. Maenner wie Frauen sind meist kraeftig gebaut, besonders die Frauen nehmen (jetzt also wirklich nur rein physisch) oft soviel Raum ein, dass sie von einem westlichen Schoenheitsideal etwas gar weit entfernt sind (hoffentlich hoert sich das jetzt nicht zu doof an. Ich haette vielleicht auch schreiben koennen, dass sie sehr, sehr, gut genaehrt sind. Wie immer hat ja alles seine zwei Seiten. Fiji wird so wahrscheinlich nicht so schnell ein Land fuer den Sextourismus).
Einmal unternehmen wir einen gefuehrten Ausflug. Nach dem Fruehstueck geht's los; ein Dorfbesuch ist angesagt. Auf Nacula gibt es 4 Doerfer. Wir fahren mit dem Boot zum Hauptdorf. Der Eingang zum Dorf wird von Baeumen und Bueschen verdeckt ist vom Meer aus kaum zu erkennen. Wie fast ueberall ertoent das Bula. Vor dem eigentlichen Dorfeingang muss man die Huete abziehen. Es gibt viele aus Stroh- und Palmblaettern gefertigte Huetten. An verschiedenen Stellen stehen Haeuser im Rohbau aus Stein bzw. Beton. Huehner laufen frei herum. Zuerst besuchen wir die Huette des Chefs des Dorfes, der gleichzeitig Chef aller 4 Doerfer ist. Der Dorfchef wird nicht gewaehlt. Er kommt immer aus der gleichen Familie, ist also Erbrecht. Das Haus ist schoen gross, aus Palmen gefertigt. Baumstaemme und Seile aus Palmblaettern halten das Dach, Waende und Boeden sind aus Palmblaettern geflocheten ... nun ja, iegndwie wird hier alles aus Palmen bzw. Palmblaettern gefertigt. Es gibt auch 2 Kirchen (fuer ein Dorf mit ca. 40 Huetten), eine katholische und eine Methodistenkirche. Die meisten Dorfbewohner gehoeren der 2. Kirche an. Ausserdem koennen wir das Gemeindehaus und Graeber besichtigen. Vor dem Gemeindehaus verkaufen Frauen selbstgemachten Schmuck, Tuecher usw. Highlight ist der Besuch der Schule. Die Kinder tragen Schuluniform, Maedchen und Jungs werden getrennt unterrichtet. Die Kinder lernen ab der 1. Klasse englisch, allerdings fast notgedrungen, da die Schulbuecher alle auf englisch sind. Die Kinder singen englische und fijianische Lieder. Danach koennen wir fuer die Schulbibliothek spenden. Das Programm ist natuerlich auf Touristen zugeschnitten, was aber nicht so schlimm ist. Die Einnahmen kommen dem Dorf zu gute und dann kann man beide Augen zudruecken.
Einmal unternehmen wir einen gefuehrten Ausflug. Nach dem Fruehstueck geht's los; ein Dorfbesuch ist angesagt. Auf Nacula gibt es 4 Doerfer. Wir fahren mit dem Boot zum Hauptdorf. Der Eingang zum Dorf wird von Baeumen und Bueschen verdeckt ist vom Meer aus kaum zu erkennen. Wie fast ueberall ertoent das Bula. Vor dem eigentlichen Dorfeingang muss man die Huete abziehen. Es gibt viele aus Stroh- und Palmblaettern gefertigte Huetten. An verschiedenen Stellen stehen Haeuser im Rohbau aus Stein bzw. Beton. Huehner laufen frei herum. Zuerst besuchen wir die Huette des Chefs des Dorfes, der gleichzeitig Chef aller 4 Doerfer ist. Der Dorfchef wird nicht gewaehlt. Er kommt immer aus der gleichen Familie, ist also Erbrecht. Das Haus ist schoen gross, aus Palmen gefertigt. Baumstaemme und Seile aus Palmblaettern halten das Dach, Waende und Boeden sind aus Palmblaettern geflocheten ... nun ja, iegndwie wird hier alles aus Palmen bzw. Palmblaettern gefertigt. Es gibt auch 2 Kirchen (fuer ein Dorf mit ca. 40 Huetten), eine katholische und eine Methodistenkirche. Die meisten Dorfbewohner gehoeren der 2. Kirche an. Ausserdem koennen wir das Gemeindehaus und Graeber besichtigen. Vor dem Gemeindehaus verkaufen Frauen selbstgemachten Schmuck, Tuecher usw. Highlight ist der Besuch der Schule. Die Kinder tragen Schuluniform, Maedchen und Jungs werden getrennt unterrichtet. Die Kinder lernen ab der 1. Klasse englisch, allerdings fast notgedrungen, da die Schulbuecher alle auf englisch sind. Die Kinder singen englische und fijianische Lieder. Danach koennen wir fuer die Schulbibliothek spenden. Das Programm ist natuerlich auf Touristen zugeschnitten, was aber nicht so schlimm ist. Die Einnahmen kommen dem Dorf zu gute und dann kann man beide Augen zudruecken.
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