Wir bleiben noch bis zum Nachmittag im Paronellapark und nehmen an zwei weiteren Touren teil; eine zu den Pflanzen des Regenwaldes, die zweite zur Geschichte und Entstehung des Parks.
Vorbei an vielen Zuckerrohrfeldern mit Schienen, kleinen Waggons und Loks zum Verladen zieht es uns wieder an die Kueste. Wir brauchen wieder etwas Sonne und Strand. Mission Beach scheint dafuer genau das Richtige zu sein.
Freitag, 21. November 2008
18.10.2008 Fahrt ab Atherton bis Paronella Park
In der Nacht regnet es viel und es wird zum ersten Mal kalt, sodass wir froh um die von Britz mitgelieferten Schlafsaecke sind (was wir damals in Cairns noch etwas belaechelt haben; Australien, kalt? haben wir gedacht). Unsere heutige Tour fuehrt uns von Atherton ueber Yungaburra, Milanda, Millaa Millaa bis nach Mena Creek (Paronella Park).
Bei Millaa Millaa machen wir an drei recht schoenen Wasserfaellen halt, dem "Waterfall Circuit". Die Tour fuehrt durch Bergland, unser hoechster Punkt liegt bei 1030 m (am Millaa Millaa Loukout). Hier kosten wir die Vorzuege des Motorhomes aus und machen eine Mittagspause; Gasflasche auf schon ist Kueche einsatzbereit. Die Landschaft aehnelt jetzt eher dem Schwarzwald oder der Nordwestschweiz (in 20 Jahren wird es vielleicht noch aehnlicher sein, wenn auch im Schwarzwald oder der Nordwestschweiz Palmen und Bananenstauden wachsen.
Am Abend erreichen wir den Paronellapark bei Mena Creek. Nach dem Einchecken auf dem Campground nehmen wir an einer Gefuehrten Abendtour durch den Park teil. Ein Spanier ist in den fruehen 1930iger Jahren durch den Kauf und Verkauf von Zuckerrohrfarmen reich geworden, sodass er sich einen Traum verwirklichen konnte. Er baute mit Freunden ein kleines Schloss, einen Springbrunnen mit Seerosen, steinerne Treppen in einen angrenzenden Fluss, wo man Aale und Fische fuettern kann. Es ist alles sehr romantisch (trotz des Regens). Man kann auch kleinere Spaziergaenge unternehmen.
Donnerstag, 20. November 2008
17.10.2008 von Mareeba nach Atherton
Am Morgen gehen wir einkaufen (manche Handlungen aus dem heimischen Alltag verfolgen uns sogar bis hierher). Danach geht es in die Mareeba Wetlands, etwa 8 Km noerdlich von Mareeba zweigt eine 7 Km lange Schotterpiste von der Hauptstrasse ab.

unterwegs zu den Mareeba Wetlands
Die Wetlands sind ein Wasserschutzgebiet und sind ein schoenes Vogelparadies. Wir wandern 2 Stunden von einem See zu einem anderen durch eine sehr schoene Savannenlandschaft mit riesigen Termitenhuegeln. Verschiedene Voegel sehen wir auch. So gefaellt uns Australien.
Am spaeten NM fahren wir weiter nach Atherton, wo wir uebernachten.
16.10.2008 Mareeba
Heute fluechten wir vor dem schlechten Wetter. Wir fahren suedlich, ueber Mossman etwas landeinwerts nach Mareeba im Atherton Tabelland. Eine sehr schoene Strecke. Kaum 50 Km von der Kueste entfernt sieht das Land ganz anders aus. Statt tropische nun savannenartige Landschaft mit unzaehligen Termitenhuegeln und die sonst fuer das Outback so typische rote Erde erscheint immer haeufiger. Mareeba ist ein Aboriginal-Name und bedeutet "Ort, wo die Wasser zusammentreffen".
zwei Aborigeni-Maedchen
In Mareeba campen wir im Riversite Camp, sehr schoen oberhalb eines Flusses gelegen. Die Campingplatzbetreiber ermuntern uns, dass man sehr schoen im Fluss baden koenne; laechelnd meint man, nein, hier habe es keine Krokodile. Also gehen die Kinder dort baden, wo sich bereits andere Kinder im Wasser vergnuegen (sowohl weisse als auch Aborigenikinder). Als wir ca. 100 Meter weiter flussabwerts laufen, schnellt eine Schlange davon, als sie uns kommen spuert. Spaeter erklaeren die Campingbetreiber "ach ja, die Schlangen, die sind halt auch noch da. Oh ja, giftig, sind die schon".
Auf dem Campingplatz leben viele permanent. Darunter hat es auch ganz lustige Gestalten wie Ron und dessen Partnerin. Sie teilen ihren engen Lebensraum mit einem kleinen Schwein, 5 Ratten und einem Kangaroobaby, das sie am Strassenrand bei der toten Mutter fanden. In ihrem Wohnwagen ist gerade einmal Platz fuer 2 Betten, eine kleine Spuele, eine winzige Kochecke, einen mit Bier gefuellten Kuehlschrank und eine Couch, die aber mit Kleidern, Bierflaschen und Essen voll belegt ist, sodass man sich nicht setzen kann. Sie hat keine Arbeit und nutzt ihre "Freizeit" dazu, Kangaroobabys aufzuziehen.
14. / 15. 10. 2008 Cape Tribulation
Nach der Fahrt mit der Faehre ueber den Daintreeriver (leider sehen wir keine Krokodile), wird das Wetter immer schlechter und es beginnt schliesslich zu regnen. Wir fahren bis zum Myall Beach auf einen Campground (mit 50 australischen Dollar fuer uns 4 recht teuer). Da wir den Nachmittag nicht im Motorhome verbringen wollen wagen wir in einer Regenpause einen Strandspaziergang. Natuerlich werden wir auf dem Rueckweg nass; wir sind in den "wet tropics", wie uns ja Schilder auf der Hinreise aufgeklaert (gewarnt?) haben.
Am zweiten Tag unternehmen wir zwei "Junglewalks". Nun ja, "Junglewalks" ist etwas uebertrieben, auch wenn es ueberall so steht. Es sind Holzplankenwege, die leicht begehbar sind. Wir lassen uns auf den Wegen Zeit und sind trotzdem schneller, als die am Anfang auf einer Tafel angegebene ungefaehre Laufzeit. Es gibt noch einen laengeren Trek auf einen nahe gelegenen Gipfel. Wegen des vielen Regens und der schlechten Witterung raet man uns aber davon ab.
Am NM lernen wir eine Familie mit zwei Kindern aus Basel kennen, die 2 Monate hier in Australien und einen weiteren in Neuseeland verbringen werden. Alle vier Kinder spielen lustig miteinander im Motorhome und sind froh, dass sie sich mal mit anderen Kindern in der Muttersprache unterhalten koennen, waehrend wir 4 Erwachsenen einen geselligen Abend bei einer Flasche Wein geniessen. Der Vollmond strahlt herrlich auf den Strand und das Meer - eine Augen- und Seeleneweide.
Am zweiten Tag unternehmen wir zwei "Junglewalks". Nun ja, "Junglewalks" ist etwas uebertrieben, auch wenn es ueberall so steht. Es sind Holzplankenwege, die leicht begehbar sind. Wir lassen uns auf den Wegen Zeit und sind trotzdem schneller, als die am Anfang auf einer Tafel angegebene ungefaehre Laufzeit. Es gibt noch einen laengeren Trek auf einen nahe gelegenen Gipfel. Wegen des vielen Regens und der schlechten Witterung raet man uns aber davon ab.
Am NM lernen wir eine Familie mit zwei Kindern aus Basel kennen, die 2 Monate hier in Australien und einen weiteren in Neuseeland verbringen werden. Alle vier Kinder spielen lustig miteinander im Motorhome und sind froh, dass sie sich mal mit anderen Kindern in der Muttersprache unterhalten koennen, waehrend wir 4 Erwachsenen einen geselligen Abend bei einer Flasche Wein geniessen. Der Vollmond strahlt herrlich auf den Strand und das Meer - eine Augen- und Seeleneweide.
12. / 13. 10. 2008 Port Douglas
Port Douglas wird im Reisefuehrer als "ueberlegenswerte Alternative zu Cairns" mit einem herrlichen Strand beschrieben. Wir finden sowohl den Strand, als auch den Ort eher enttaeuschend (strandmaessig sind wir aber vielleicht schon etwas zu verwoehnt). Im Ort selber gibt es ein paar Strassen mit jeder Menge Eis- und Ramschlaeden, Boutiquen, Supermaerkte und viel Rummel. Wir nutzen Port Douglas fuer einen Ausflug in die nahe gelegene Mossmanschlucht, nachdem wir am Ankunftstag den durchaus sehenswerten Markt am ANZAC-Denkmal besuchten. Ansonsten machen wir uns schnell auf die Weiterreise zum Cape Tribulation.
9. - 11.10. 2008 Ellis Beach
Nach der langen Zeit in Cairns mit organisieren der Weiterreise und dem ganzen Touristentrouble wollen wir etwas mehr Abgeschiedenheit und Strand. Nach ein paar Kilometer Fahrt Richtung Norden finden wir in Ellis Beach einen Campingplatz mit einem schoenen Strand mit grossen Wellen; ganz nach dem Geschmack von Timon und Medea. Sie sind mit dem Board kaum mehr aus dem Wasser zu kriegen. Wir alle haben einen riesen Spass.
Am 11. 10. feiern wir natuerlich auch Chatrina's Geburtstag. Allerdings vermissen wir dafuer Oma's Kuchen (sicher nicht zum letzten Mal). Wir behelfen uns mit Scones und einer Kerze (alle passen schliesslich nicht drauf) und die Kinder haben im geheimen schoene Bilder gemalt.
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